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Geschichtliches
Im 11. Jahrhundert begann der Mensch in Dieulele - das göttliche Tal - Wein anzubauen. Das Gut Dievole schuf eine außergewöhnliche Symbiose zwischen Natur und Mensch. Rodolfino, Sohn des verstorbenen Ardimanno und Vinizio, Sohn des verstorbenen Sichelmo zahlten zwei Kapaune, drei Laibe Brot und sechs Luccheser Silbermünzen für einen Weinberg von Dieulele - das göttliche Tal. Das war am 10. Mai 1090.
In jenen Jahren entdeckte der Isländer Leif Erikson Nordamerika, die Chinesen das Schießpulver, Bologna eröffnete die erste Universität der Welt, Rom wurde von den Normannen besetzt und Papst Urban II. eroberte Jerusalem. Ein Teil Dievoles ist älter als 900 Jahre, ein anderer gerade erst geboren. Ihre Vereinigung hat beide gestärkt. Die Luccheser Münzen wurden 1998 gefunden, neu aus Feinsilber erstellt und reproduziert, um dann auf nur 9000 renommierten Flaschen Riserva „Novecento“ wieder in Umlauf gebracht zu werden.

Liebe in Dievole
Ildegonda Camaiori war die letzte Adlige von Dievole. Am Tag ihrer Hochzeit mit dem Grafen Giulio Terrosi-Vagnoli am 22. Dezember 1909 schenkte ihr der Verlobte das Gut im Wert von 361.632 Lire. Das erste Vermächtnis war das Saldenheft von Dievole mit den Namen der Bauernfamilien aus jener Zeit und dem ihres Gutshofes zu sichern, das zweite Vermächtnis Fleiß und Mühe der Leute aus dem Chianti bei der Herstellung von Qualitätswein zu nutzen.
Radikaler Neubeginn
Die Rückkehr zu den Urwinzern Dievoles und den Mutterpflanzen der Weinberge bedeutet für Dievole ein großer Schritt nach vorn. Den Neuanfang in der Vergangenheit suchen und den Wein dem Himmel näher bringen: Das größte Risiko ist, nicht zu riskieren und der größte Mut, Fehler zu machen.

Qualitative Regeneration
Mut und Risiko erwachen in Dievole immer wieder neu und stützen sich dabei auf seine ganze Individualität. 2006 ist das Jahr der spirituellen Erneuerung, das Jahr, in dem Dievole seinen Kurs ändert und entscheidet sich für Sicherheiten und Träume, Elan, Leidenschaften und Risiken neu zu mischen. Der Einzelne ändert sich und definiert sich neu, die Veränderung bringt unbändigen Schwung mit sich, ein neues Vorbild, ein unabdingbares Ziel, die Qualität des Weins.
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